Rottachberg Projektgebiet

Lage

Der Rottachberg mit seiner höchsten Erhebung, dem Falkenstein (1.115 m), stellt sich weithin sichtbar als nördlicher "Vorberg" des Grünten dar. Die gesamte nordwestliche Flanke des Rottachbergs, die teilweise fast senkrecht in Richtung Kreisstraße abfällt, ist bewaldet und nur durch einzelne Alpflächen unterbrochen. 

Bergwald
Herbststimmung

Ansprechpartner

Martin Wenzel
+49 831 52613 2037
+49 171 308 224 2
martin.wenzel@aelf-ke.bayern.de

Geologie

Das geologische Ausgangsmaterial des Rottachbergs ist der jüngere Bereich der Unteren Süßwassermolasse und der Nagelfluh, der so genannte Herrgottsbeton. Der besondere terrassenförmige Aufbau der Rottachbergs mit größtenteils extrem steilen Geländeformationen erschwert eine moderne Waldbewirtschaftung.

Waldzustand

Der Wald am Rottachberg befindet sich in den unteren bis mittleren Berglagen und ist in der Höhenstufeneinordnung in die Tiefmontane bis montane Stufe einzuordnen. Auf großer Fläche wachsen naturnahe Bergmischwälder aus Fichte, Weißtanne und Buche, aber auch Buchenwälder mit Eibe, Bergahorn und Linde. Eingesprenkelt sind aus Naturverjüngung entstandene edellaubholzreiche Mischbestände. Größere zusammenhängende Waldbereiche am Rottachberg stellen sich als natürlicher Bergmischwald dar, der in weiten Teilen aber erheblich überaltert ist und dringend einer Verjüngung bedarf. Aber auch gänzlich überalterte Fichtenreinbestände sind vorhanden, die dringend in Richtung Bergmischwald umgebaut werden müssen.

Jagdliche Situation

Die Jagd in den Privat- und Kommunalwäldern im Projektgebiet Rottachberg wird durch insgesamt fünf Jagdgenossenschaften organisiert: Rettenberg-Nord, Untermaiselstein-Rauhenzell, Sulzberg, Vorderburg und Petersthal. Im Projektgebiet kommt vor allem Rehwild, in den letzten Jahren aber auch wieder vermehrt Rotwild vor. 

Durch das bereits erstellte Jagdkonzept wird versucht revierübergreifend zu Jagen und waldbauliche Schwerpunkte besonders zu schützen.

Der Zustand der Natuverjüngung hat sich in vielen Teilen des Projektgebiets erholt. Um die Entwicklung der Naturverjüngung im Blick zu behalten, wird jährlich ein Verbissmonitoring durchgeführt. Mit Hilfe von Trakten wird an den kleinen Bäumen etwaiger Schalenwildverbiss aufgenommen und ausgewertet.

Schwerpunktziele im Projektgebiet

Das Schwerpunktziel im Projektgebiet ist die bereits auf größeren Flächen bestehenden Bergmischwälder durch gezielte, waldbauliche Eingriffe zu verjüngen, um langfristig alle Waldfunktionen (Schutzfunktion, Nutzfunktion, Erholung, Naturschutz) zu sichern. Des Weiteren müssen pflegedringliche Fichtenreinbestände stabilisiert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, ist eine bedarfsgerechte Erschließung der Wälder mit Rückewegen notwendig.

Auf Grund der vielen Freizeitnutzer im Projektgebiet (Kletterer, Wanderer, Mountainbiker, Reiter) ist eine Besucherlenkung im Rahmen der Kampagne „Dein Freiraum. Mein Lebensraum“ geplant.

Summe der Maßnahmen
im Projektgebiet

Anzahl umgesetzte Maßnahmen
41
2020
325
Maßnahmen gesamt
Investitionen
284.184
Euro / 2020
1.279.161
Euro gesamt
2020: 14,03 ha

waldbaulich bearbeitete Bergwaldfläche

Gesamt: 66,58 ha
2020: 150

Bäume wurden auf 0,10 ha gepflanzt

Gesamt: 2.510

Bäume auf 0,90 ha

2020: 3

Durchführungen von Runden Tischen und vielen weiteren öffentlichkeitswirksamen und partizipativen Veranstaltungen.

Gesamt: 54

Veranstaltungen

2020: 4,59

Kilometer Neubau und Instandsetzung von Forst- und Rückewegen

Gesamt: 17,13

Besonderheiten

- FFH-Gebiet „Rottachberg und Rottachschlucht“
- Brutvorkommen von Wanderfalke und Uhu
- stark frequentierte Kletter- und Boulderfelsen

Partnergemeinde

Mit freundlicher Unterstützung der Gemeinden Rettenberg (www.gemeinde-rettenberg.de), Sulzberg (www.sulzberg.de) , Oy-Mittelberg (www.oy-mittelberg.info) und Wertach (www.markt-wertach.de).

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