Die Bergwald
Offensive Kempten Ober- und Westallgäu

Die Bedeutung des Bergwaldes als Schutzwald, Lebensraum und Rohstofflieferant steigt. Ohne aktive forstliche Maßnahmen wird er seine lebenswichtigen Funktionen auf Dauer nicht erfüllen können. 

Der Allgäuer Bergwald entspricht in seiner aktuellen Altersstruktur und Baumartenzusammensetzung nicht dem Ideal eines stabilen Bergmischwaldes, da es sich meist um überalterte und gleichförmig aufgebaute Fichtenreinbestände handelt. Durch den fortschreitenden Klimawandel steigt das Risiko, dass diese Fichtenreinbestände durch Stürme oder den Borkenkäfer geschädigt werden.

Bergwald
Gunzesrieder Tal

Das Ziel der Bergwaldoffensive im Ober- und Westallgäu

Nach dem Grundsatz "Vorbeugen ist besser und günstiger als Heilen“ muss deshalb der Bergwald schon heute an die Wuchsbedingungen von morgen angepasst werden. Hierbei kommt es insbesondere auf Stabilität, Vitalität und Baumartenmischung an.

Um das Ziel eines klimatoleranten Bergmischwaldes zu erreichen, muss der Wald durch zielführende Maßnahmen umgebaut werden. Diese forstlichen Maßnahmen reichen von Pflanzungen über Waldpflegearbeiten, einer naturverträglichen Walderschließung bis hin zur Erstellung von Jagdkonzepten.

Für die Waldbesitzer sind viele dieser Maßnahmen nicht kostendeckend oder aufgrund der ungünstigen Besitzstruktur überhaupt nicht durchführbar. Über die Bergwaldoffensive (BWO) und weitere staatliche Förderprogramme können die Kosten vieler Maßnahmen getragen oder bezuschusst werden.
 

Die Strategie der BWO
im Ober- und Westallgäu

Arbeit in Projektgebieten

Betroffene zu Beteiligten machen

Mit einem Anreizprogramm Begehrlichkeiten schaffen und Maßnahmen ermöglichen

Durch Öffentlichkeitsarbeit für den Bergwald und den Waldumbau werben

Bergwald
Herbststimmung

Seit 2008 werden nach dieser Strategie bereits in vielen Projektgebieten Maßnahmen geplant und erfolgreich umgesetzt.

Summe der Maßnahmen
in allen Projektgebieten
 

Anzahl umgesetzte Maßnahmen
273
2020
2.238
Maßnahmen gesamt
Investitionen
1,65 Mio.
Euro / 2020
8,61 Mio.
Euro gesamt
2020: 58,2 ha

waldbaulich bearbeitete Bergwaldfläche

Gesamt: 1.113 ha
2020: 37.430

Bäume wurden auf 9,1 ha gepflanzt

Gesamt: 229.750

Bäume auf 103 ha

2020: 31

Durchführungen von Runden Tischen und vielen weiteren öffentlichkeitswirksamen und partizipativen Veranstaltungen.

Gesamt: 314

Veranstaltungen

2020: ca. 12

Kilometer Neubau und Instandsetzung von Forst- und Rückewegen

Gesamt: 89,9 km
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