Immenstädter Horn
Steigbachtal Projektgebiet

Lage

Das Projektgebiet „Immenstädter Horn / Steigbachtal“ umfasst die Privatwälder an der Nordseite des Immenstädter Horns und Gschwender Horns und wird im Süden vom Steineberg begrenzt. Im Westen bildet das Ratholzer Tobel und im Osten der Einzugsbereich des Steigbachtals die natürliche Grenze.

Bergwald
Herbststimmung

Ansprechpartner

Florian Schwarz
+49 831 52613 2035
+49 152 534 111 32
Florian.Schwarz@aelf-ke.bayern.de

Geologie

Die Nordseiten des Immenstädter Horns erheben sich von knapp 800 auf 1.489 m. Sie bestehen geologisch aus teilweise auch oberflächlich anstehender Molasse, die als Nagelfluh zu Tage tritt. Der betonartige Nagelfluh, auch „Herrgottsbeton“ genannt, ist ein verfestigtes, häufig rötliches Konglomerat und verwittert zu nährstoffreichen und wuchskräftigen Böden.

Waldzustand

Das Projektgebiet hat eine Waldfläche von knapp 1.200 ha und ist geprägt von fichtendominierten Bergmischwäldern (ca. 80 % Nadelholz, ca. 20 % Laubholz) mit hohem Starkholzanteil. Größere Bereiche mit einschichtigen Fichtenreinbeständen gibt es oberhalb von Bühl am Alpsee. Ungefähr 60 % der Waldfläche im Projektgebiet ist als Schutzwald ausgewiesen. Besonders der Schutzwald auf der Nordseite des Immenstädter Horns hat für Immenstadt eine herausragende Bedeutung, weil er die Bundesstraße B308 schützt. Zudem schützt er die Anwesen der Bewohner direkt am Hang vor Steinschlag, Rutschungen und Lawinen. Größter Waldbesitzer im Projektgebiet ist die Stadt Immenstadt. Der Privatwald befindet sich vor allem im Bereich oberhalb von Bühl und nimmt flächenmäßig eine eher untergeordnete Rolle ein.

Jagdliche Situation

Das Projektgebiet ist unterteilt in die große Eigenjagd der Stadt Immenstadt und das Gemeinschaftsjagdrevier Bühl-Süd. Es kommen die Schalenwildarten Rotwild, Rehwild und Gamswild vor.  Das Eigenjagdrevier der Stadt Immenstadt wird seit 2013 von einem städtischen Berufsjäger betreut und hat eine günstige Verbissbelastung.  

Das Gemeinschaftsjagdrevier Bühl-Süd ist verpachtet und wurde beim letzten Forstlichen Gutachten mit „tragbar“ bewertet. Schalenwildverbiss kommt schwerpunktmäßig an der Weißtanne vor. In reinen Fichtenreinbeständen gibt es alte Schälschäden, die durch Rotwild verursacht wurden. 

Schwerpunktziele im Projektgebiet

Oberstes Ziel ist der Waldumbau auf der Sanierungsfläche „Unterm Horn“ und der angrenzenden Fichtenreinbestände oberhalb von Bühl. Dabei sollen die Fichtenbestände in Bergmischwald umgewandelt werden, um langfristig alle Waldfunktionen (Schutzfunktion, Nutzfunktion, Erholung, Naturschutz) zu sichern. 

Geplant ist zudem der Ausbau des Rückewegs von der alten Brände in Richtung Spieshütte, um eine dauerhafte Bewirtschaftung des Schutzwaldes gewährleisten zu können.

Summe der Maßnahmen
im Projektgebiet

Anzahl umgesetzte Maßnahmen
28
2020
191
Maßnahmen gesamt
Investitionen
327.852
Euro / 2020
1.404.770
Euro gesamt
2020: 4,29 ha

waldbaulich bearbeitete Bergwaldfläche

Gesamt: 254,02 ha
2020: 8.010

Bäume wurden auf 4,32 ha gepflanzt

Gesamt: 22.375

Bäume auf 8,27 ha

2020: 6

Durchführungen von Runden Tischen und vielen weiteren öffentlichkeitswirksamen und partizipativen Veranstaltungen.

Gesamt: 46

Veranstaltungen

2020: 2,83

Kilometer Neubau und Instandsetzung von Forst- und Rückewegen

Gesamt: 7,73

Partnergemeinde

Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Immenstadt (www.stadt-immenstadt.de/)

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