Hintersteiner
Tal Projektgebiet

Lage

Das Projektgebiet Hintersteiner Tal ist 1250 ha groß und umfasst die bis zu 40° steilen Hänge auf beiden Talseiten oberhalb der Ortschaft Hinterstein. Die Höhenlage erstreckt sich von 866 m ü. NN in Hinterstein bis auf knapp 2.000 m ü. NN am Bschießer im Nordosten und auf über 1.500 m ü. NN an den Hängen von Lachekopf und Eckscheid im Südwesten.

Bergwald
Herbststimmung

Ansprechpartner

Moritz Teufel
+49 831 52613 2036
+49 1525 3411134 
moritz.teufel@aelf-ke.bayern.de

Geologie

Das geologische Ausgangsmaterial ist größtenteils Hauptdolomit und der daraus entstandene Hangschutt. Es herrschen flachgründige und trockene Humuskarbonatböden mit der Gefahr von Humusschwund vor. 

Waldzustand

70% des Waldes im Projektgebiet sind Schutzwald. Die Ortschaft Hinterstein ist auf die Schutzwirkung des Bergwaldes zwingend angewiesen. Dieser Schutzwald ist jedoch infolge von Sturmwurf, Borkenkäferbefall und ausbleibender Naturverjüngung geschädigt und stark verlichtet. Er kann seine Aufgaben hinsichtlich Lawinen-, Boden- und Hochwasserschutz nicht mehr ausreichend erfüllen. Deshalb wurde 2002 ein Mediationsverfahren ins Leben gerufen, bei dem mit allen Beteiligten Lösungsansätze diskutiert und festgelegt wurden. Dieses Vorgehen entwickelte sich zum Vorreiter der Bergwaldoffensive. Ziel war es, die Verjüngung des Bergwaldes in den relevanten Bereichen langfristig zu sichern. Die umgesetzten Maßnahmen der Jagd und der Schutzwaldsanierung haben zwischenzeitlich dazu geführt, dass auf vielen Teilflächen eine gemischte Naturverjüngung aus zukunftsfähigen Baumarten aufwächst. Dennoch gibt es gleichzeitig immer noch viele Bereiche, in denen die Naturverjüngung ausbleibt und die gepflanzten Bäume stark verbissen werden.

Jagdliche Situation

Die Jagdausübung im Projektgebiet wird durch die Eigenbewirtschaftung Bad Hindelang organisiert. Es kommen die Schalenwildarten Rotwild, Rehwild, Gams vor.

Die Jagd ist ein wichtiger Faktor bei der Naturverjüngung. Die Verbissbelastung der Mischbaumarten ist nach Einschätzung des letzten Forstlichen Gutachtens aus dem Jahr 2018 zu hoch. Die zusätzlichen, jährlichen Verbiss-Aufnahmen der Fachstelle für Schutzwaldmanagement stützen diese Einschätzung. Dennoch hat sich die jagdliche Situation nach Aussage der Mediationsgruppe Hinterstein in den letzten 20 Jahren im Vergleich zur ursprünglichen Ausgangssituation verbessert.

Schwerpunktziele im Projektgebiet

Für die Ortschaft Hinterstein ist der Schutzwald überlebenswichtig. Daher ist hier das oberste Ziel, diesen Wald in einen Bergmischwald umzubauen und langfristig zu sichern. Entsprechend sind diese Bereiche auch als Schutzwald-Sanierungsgebiete ausgewiesen. Das bedeutet, dass die dortigen Grundbesitzer die Waldbewirtschaftung durch einen Vertrag an die staatlichen Förster abgeben. Diese versuchen, die nicht schutzfähigen Flächen mittels Pflanzung, Verbauungen und Pflegemaßnahmen langfristig wieder in schutzfähige Waldflächen umzuwandeln.

Summe der Maßnahmen
im Projektgebiet

Anzahl umgesetzte Maßnahmen
13
2020
211
Maßnahmen gesamt
Investitionen
39.032
Euro / 2020
435.333
Euro gesamt
2020: 0,0 ha

waldbaulich bearbeitete Bergwaldfläche

Gesamt: 65,56 ha
2020: 3.060

Bäume wurden auf 2,2 ha gepflanzt

Gesamt: 24.560

Bäume auf 12,01 ha

2020: 3

Durchführungen von Runden Tischen und vielen weiteren öffentlichkeitswirksamen und partizipativen Veranstaltungen.

Gesamt: 21

Veranstaltungen

2020: 0,0

Kilometer Neubau und Instandsetzung von Forst- und Rückewegen

Gesamt: 2,09

Partnergemeinde

Mit freundlicher Unterstützung des Marktes Bad Hindelang (www.marktgemeinde.badhindelang.de).

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