Hauchenberg-
Stoffelberg Projektgebiet

Lage

Das Projektgebiet umfasst den rund 6 km langen und 1242 Meter hohen Bergrücken des Hauchenbergs und den nord-östlich angrenzenden Stoffelberg. Es reicht von Niedersonthofen im Nordosten über Weitnau im Norden bis nach Missen-Wilhams im Südwesten. Das Projektgebiet hat eine Größe von rund 2.500 ha und einem Waldanteil von ungefähr 43 %. Insgesamt zeichnet sich das Projektgebiet durch eine deutliche Nord-Süd-Trennung aus. Die Nordseite ist deutlich mehr bewaldet und ist im Oberhang auch deutlich steiler. Auf der flacheren Südseite sind viele ausgedehnte Alpflächen und nur einzelne größere Waldinseln.

Bergwald
Herbststimmung

Ansprechpartner

Martin Wenzel
+49 831 52613 2037
+49 171 308 224 2
martin.wenzel@aelf-ke.bayern.de

Geologie

Auch geologisch setzt sich die Nord-Süd-Trennung fort. Der Höhenzug des Hauchenberg liegt nordseitig im Bereich der unteren Süßwassermolasse und südseitig im Bereich der Oberen Meeresmolasse. Charakteristisch für diese geologischen Einheiten ist Sedimentgestein, gekennzeichnet durch Wechsellagerung von harten Felsbänken aus Nagelfluh und weichen Ton- bzw. Mergelschichten. Daraus resultiert, dass in steileren Lagen die Gefahr von Muren und Hangrutschungen besteht. Anrisse und Murenabgänge östlich des Aussichtsturmes am Hauchenberg zeugen davon.

Waldzustand

Das Waldbild im Projektgebiet ist geprägt von älteren Fichtenreinbeständen. Mischbaumarten wie Buche und Weißtanne finden sich i.d.R. nur in extrem steilen und unzugänglichen Hang- und Tobellagen. Im nördlichen Unterhang ist auf größerer Fläche bereits Vorausverjüngung aus Fichte, Weißtanne, Buche, Vogelbeere und Bergahorn vorhanden. Im Bereich des Mittel- und Oberhanges nimmt die gemischte Naturverjüngung ab oder fehlt ganz, da Mischbaumarten im Altbestand fehlen). Daneben gibt es auch in geringem Umfang Dickungsflächen und jüngere, instabile Fichtenreinbestände, die z.T. dringend durchforstet werden müssen.

Jagdliche Situation

Für die jagdlichen Belange der Wälder im Projektgebiet sind vier Jagdgenossenschaften mit insgesamt fünf Jagdrevieren zuständig, wovon eines verpachtet ist. Die anderen vier Reviere werden bereits seit vielen Jahren im Rahmen der Eigenbewirtschaftung bejagt. In allen Revieren ist die Verbissbelastung laut „Forstlichen Gutachen“ aus dem Jahr 2018 als tragbar zu bewerten. Dies macht sich auch an der teils üppigen und gemischten Naturverjüngung im Projektgebiet bemerkbar.

Schwerpunktziele im Projektgebiet

Neben waldbaulichen Maßnahmen zur Stabilisierung und zum Umbau der Fichtenreinbestände, stellen der Ausbau und die Instandsetzung des bereits vorhandenen Wegenetzes die Schwerpunktziele im Projektgebiet dar.

Summe der Maßnahmen
in allen Projektgebieten
 

Anzahl umgesetzte Maßnahmen
32
2020
32
Maßnahmen gesamt
Investitionen
243.032
Euro / 2020
243.032
Euro gesamt
2020: 10,40 ha

waldbaulich bearbeitete Bergwaldfläche

Gesamt: 10,40 ha
2020: 9.570

Bäume wurden auf 2,85 ha gepflanzt

Gesamt: 9.570

Bäume auf 2,85 ha

2020: 5

Durchführungen von Runden Tischen und vielen weiteren öffentlichkeitswirksamen und partizipativen Veranstaltungen.

Gesamt: 5

Veranstaltungen

2020: 2,2

Kilometer Neubau und Instandsetzung von Forst- und Rückewegen

Gesamt: 2,2

Partnergemeinde

Mit freundlicher Unterstützung der Gemeinden Weitnau (www.weitnau.de), Missen-Wilhams (www.missen-wilhams.de), Waltenhofen (www.waltenhofen.de) und Stadt Immenstadt (www.stadt-immenstadt.de)

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