Maria Gern Projektgebiet

Lage

Das 180 Hektar große Projektgebiet Maria Gern liegt nördlich von Berchtesgaden im gleichnamigen Ortsteil. 

Wald und Waldfunktionen

Es überwiegen sehr steile und oftmals sonnenexponierte Hanglagen. Aufgrund des Dolomit-Gesteins sind Humus, Nährstoffe und Wasser knapp. Gleichzeitig sind die Bäume sehr alt. In Verbindung mit den mageren Böden kränkeln viele Bäume. Sie haben wenig Nadeln, sind gelbstichig oder oftmals sogar dürr. Gerade in den sonnigen Hanglagen wird der Wald lichter. Erste größere Lücken entstehen, auf denen der Schnee abrutscht und eine Verjüngung des Waldes erschwert.

Sogenannte „Querleger“
Verhindern das Abrutschen des Schnees.

Die „Querleger“ sollen ein Abrutschen des Schnees verhindern. Anschließend werden um die Querleger noch Lärchen, Tannen und Buchen gepflanzt, um einen stabilen Mischbestand als künftigen Schutzwald aufzubauen.

Im Projektgebiet Maria Gern handelt es sich um wichtige Schutzwälder für den Erhalt des Waldbodens und für die darunter liegende Infrastruktur vor allem zum Schutz vor Steinschlag. Deutlich wurde die große Bedeutung der Schutzwaldfunktion zuletzt im Juni 2021, als infolge eines Starkregenereignisses sich eine Mure oberhalb von Maria Gern löste und erst kurz vor den Häusern stehen blieb.

Murabgang im Sommer 2023
oberhalb von Maria Gern

Ziele im Projektgebiet

Die schleichende Auflichtung des Waldes soll durch Verjüngung gestoppt werden. Notwendig hierfür sind tragbare Wilddichten, die eine Verjüngung des Waldes mit zukunftsfähigen Baumarten ermöglichen. In den letzten Jahrzehnten waren die Wildbestände so hoch, dass ein natürliches Aufwachsen von Jungwald unmöglich war. 

Zur Erleichterung der jagd- und forstwirtschaftlichen Nutzung wurde das Gebiet 2015 mit einem Forstweg erschlossen.